Ein runder Turm lehnt an einer Stadtmauer
Runder Turm in Andernach

Andernach ist bekannt für seinen Geysir, seine schöne Altstadt und den mächtigen Runden Turm. Doch wenn der Nebel vom Rhein aufzieht und die letzten Besucher nach Hause gehen, erwacht in den Geschichten der Stadt eine ganz andere Welt: die Welt der Hexen, Zauberer und Geisterritter.

Hexen

Vor rund 400 Jahren war das Leben deutlich düsterer als heute. Krankheiten, Missernten oder Unwetter konnten sich die Menschen oft nicht erklären. Also mussten Schuldige her. Schnell gerieten vermeintliche Hexen ins Visier. Schon ein seltsamer Blick, ein Streit oder eine schwarze Katze konnten reichen, um Verdächtigungen auszulösen. Auch in Andernach wurden Menschen der Hexerei beschuldigt und verfolgt.

Der Runde Turm

Besonders unheimlich wird es rund um den Runden Turm, dem Wahrzeichen der Stadt. Der gewaltige Turm beherbergt tief unter sich die sogenannte Deusterkammer – ein Verlies, das nur durch eine Falltür erreichbar war. Dort saßen einst Gefangene ein, darunter auch Menschen, die der Hexerei verdächtigt wurden. Kein Wunder, dass sich schon bald Geschichten von den „Hexen und Zauberern vom Runden Turm“ verbreiteten. Wer weiß – vielleicht hört man an stürmischen Abenden noch immer ein Flüstern aus den alten Mauern? Zum Glück ist das vermutlich nur der Wind. Hoffentlich.

Kells Geisterritter

Doch damit nicht genug. Im Stadtteil Kell soll bis heute der legendäre Geisterritter von Kell unterwegs sein. Der Sage nach galoppiert er noch immer über die Höhen rund um das Dorf. Die Geschichte ist uralt und wurde bereits vor etwa 800 Jahren niedergeschrieben. Wer nachts Hufschläge hört, sollte also vielleicht lieber nicht sofort nachsehen gehen.

Die Nixe im Alten Krahnen

Am Alten Krahnen lebte der Legende nach eine geheimnisvolle Nixe, deren wunderschöner Gesang Schiffer und Fischer magisch anzog und sie in die gefährlichen Rheinfluten lockte. Wer ihrem betörenden Ruf folgte, verschwand oft spurlos im Wasser – eine mahnende Sage über die verführerische und zugleich unberechenbare Kraft des Rheins.

So gruselig diese Geschichten auch sind – sie erinnern an eine Zeit, in der Angst und Aberglaube oft stärker waren als Vernunft. Heute sorgen Hexe, Geisterritter und Nixe zum Glück nur noch für wohlige Gänsehaut und spannende Erzählungen.

Und während sie längst Teil der Andernacher Sagenwelt geworden sind, steht die Region heute vor allem für Fortschritt, Innovation und erfolgreiche Unternehmen. Die LTS AG ist dafür ein gutes Beispiel: Mit modernster Technologie und hochspezialisierten Arzneimittelsystemen trägt sie dazu bei, dass Andernach nicht nur für seine spannende Vergangenheit bekannt ist, sondern auch für seine starke und zukunftsorientierte Gegenwart. Zum Glück setzt man dort auf Wissenschaft statt auf Hexerei – obwohl ein bisschen Zauber manchmal fast unvermeidlich scheint, wenn aus innovativen Ideen weltweit gefragte Produkte entstehen.

Foto: LTS Lohmann Therapie-Systeme AG