Ein alter Krahnen steht am Ufer eines Flusses
Alter Krahnen

Direkt am Rheinufer steht eines der bekanntesten Wahrzeichen Andernachs: der „Alte Krahnen“. Der historische Hafenkran wurde in der Epoche der Renaissance – zwischen 1554 und 1561 – erbaut und war seinerzeit ein wichtiger Motor für Handel und Wirtschaft in der Stadt.

Mit Hilfe großer Laufräder, die von Kranknechten angetrieben wurden, konnten schwere Güter wie Tuffsteine aus der Vulkaneifel, Basalt und Mühlsteine aus der Eifelregion sowie Weinfässer aus den Anbaugebieten entlang des Rheins und der Mosel auf die Rheinschiffe verladen werden. Von Andernach aus gelangten diese Waren in viele Regionen Europas.

So entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelsplatz am Rhein.

Ein echtes High-Tech-System seiner Zeit

Besonders bemerkenswert war die für damalige Verhältnisse ausgefeilte Technik im Inneren des Krahnen. Zwei große Treträder arbeiteten zusammen und ermöglichten es, selbst tonnenschwere Lasten präzise anzuheben und zu bewegen. Was heute elektrische Kräne erledigen, wurde damals allein durch intelligente Mechanik, Muskelkraft und perfekte Abstimmung der Arbeiter ermöglicht – ein beeindruckendes Beispiel für die Ingenieurskunst der Renaissance.

Über 350 Jahre lang war der Alte Krahnen im Einsatz, bevor er 1911 außer Betrieb ging. Heute ist er ein beeindruckendes Industriedenkmal und erinnert daran, welche Rolle Handel, Technik und Innovation schon vor Jahrhunderten für die Region spielten.

Die Nixe

Um den Alten Krahnen rankt sich sogar eine Sage: Eine geheimnisvolle Rheinnixe soll hier einst mit ihrem Gesang Schiffer und Fischer angelockt haben. Ob Wahrheit oder Legende – die Geschichte erinnert daran, dass der Rhein für die Menschen früher nicht nur Lebensader und Handelsweg, sondern auch ein Ort voller Geheimnisse und Mythen war.

Damals wurden vom Alten Krahnen aus Rohstoffe, Bausteine und Wein in viele Regionen Europas verschickt – heute bringt die LTS Lohmann Therapie-Systeme AG innovative Arzneimitteltechnologien von Andernach aus in die ganze Welt. Sie knüpft damit auf ihre Weise an die lange Tradition der Stadt als Tor zu internationalen Märkten an.

We DELIVER.

Foto: (c) 90Grad Photography/Hilger & Schneider GbR