{"id":5256,"date":"2019-09-05T08:33:09","date_gmt":"2019-09-05T06:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/durch-die-haut.de\/?p=5256"},"modified":"2020-06-09T15:24:25","modified_gmt":"2020-06-09T13:24:25","slug":"das-ludwig-museum-ein-zeitgenoessisches-museum-an-historischem-ort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/durch-die-haut.de\/de\/das-ludwig-museum-ein-zeitgenoessisches-museum-an-historischem-ort\/","title":{"rendered":"Das Ludwig Museum \u2013 ein zeitgen\u00f6ssisches Museum an historischem Ort"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1336\" src=\"https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach.jpg\" alt=\"Alternative Kunst im Ludwig Museum\" class=\"lazyload wp-image-5257\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271920%27%20height%3D%271336%27%20viewBox%3D%270%200%201920%201336%27%3E%3Crect%20width%3D%271920%27%20height%3D%271336%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-194x135.jpg 194w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-200x139.jpg 200w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-388x270.jpg 388w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-400x278.jpg 400w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-600x418.jpg 600w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-768x534.jpg 768w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-776x540.jpg 776w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-800x557.jpg 800w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach-1200x835.jpg 1200w, https:\/\/durch-die-haut.de\/wp-content\/uploads\/ltslohmann-transdermal-museum-andernach.jpg 1920w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption>\u00a9 Lieselotte Sauer-Kaulbach<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch das ist ein kultureller Pluspunkt f\u00fcr Andernach: Es liegt mittendrin zwischen Bonn und Koblenz und kann so gleich eine ganze Auswahl an schnell erreichbaren Museen bieten. Eines davon ist das Ludwig Museum in Koblenz, seit 1992 ans\u00e4ssig an einem geschichtstr\u00e4chtigen Ort, im Deutschherrenhaus. Das ehemalige Komturhaus ist das einzige Geb\u00e4ude der Niederlassung der 1216 von Erzbischof Theodorich von Wied nach Koblenz gerufenen Ritter des Deutschen Ordens, das nach den verheerenden Zerst\u00f6rungen des Zweiten Weltkriegs wiederaufgebaut wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Ludwig Museum in Koblenz<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Geschichtstr\u00e4chtigkeit macht es Prof. Dr. Beate Reifenscheid, seit 1997 Leiterin des Museums, nicht immer ganz einfach; die Ausstellungsfl\u00e4che auf den vier zur Verf\u00fcgung stehenden Stockwerken ist begrenzt. Bei f\u00fcnf bis sechs &#8211; \u00fcberhaupt nur mit Unterst\u00fctzung durch die Ludwig Stiftung m\u00f6glichen &#8211; Wechselausstellungen bleibt nicht viel Platz f\u00fcr die dauerhafte Pr\u00e4sentation der eigenen Sammlung. Dabei l\u00e4sst gerade die noch besonders deutlich die urspr\u00fcngliche, auf den Museumsgr\u00fcnder und -stifter Peter Ludwig verweisende Konzeption des Museums erkennen. Der sah hier, in unmittelbarer N\u00e4he zum Deutschen Eck, auf dem seit 1993, nach langen Diskussionen, wieder martialisch Kaiser Wilhelm I. hoch zu Ross reitet, den passenden Ort f\u00fcr ein Museum, das sich vor allem den deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen in der Gegenwartskunst nach 1945 widmen sollte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dauerausstellungen im Ludwig Museum <\/h2>\n\n\n\n<p>Entsprechende Schenkungen bzw. Dauerleihgaben der Peter und Irene Ludwig-Stiftung stellen den L\u00f6wenanteil der Dauerausstellung, geben einen konzentrierten Einblick in die franz\u00f6sische Kunst bis zur Gegenwart. Vertreten sind einige der gro\u00dfen Namen der Klassischen Moderne wie der Kubist Pablo Picasso, Jean Dubuffet, der Vater der art brut, und Serge Poliakoff, einer der wichtigsten Vertreter der Nouvelle \u00c9cole de Paris. Besondere Akzente setzen Werke der \u201eNouveaux R\u00e9alistes\u201c und der dem Neo-Expressionismus nahen Bewegung \u201eFiguration libre\u201c.<br> Einer der bedeutendsten Bildhauer des \u201eNouveau R\u00e9alisme\u201c war der 1921 in Marseille geborene, 1998 in Paris gestorbene C\u00e9sar Baldaccini, bekannt geworden schlicht als \u201eC\u00e9sar\u201c. Sein hoch aufgerichteter, nach dem eigenen Finger geformter bronzener Daumen, \u201eLe Pouce\u201c,  in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen und Materialien auch auf der documenta IV in Kassel zu sehen, z\u00e4hlt seit langem nicht nur zu den meistfotografierten Objekten des musealen Skulpturenparks im Blumenhof. Spr\u00f6der, aber kaum minder beliebt ist der 2011 vor dem Durchgang zum Museum aufgestellte, schwungvoll-monumentale \u201earc\u201c, der \u201eBogen\u201c Bernar Venets, Jahrgang 1941. Die aus einem B\u00fcndel von Stahlbarren geschaffene Plastik verr\u00e4t die Liebe des K\u00fcnstlers zu betont kruden Materialien, aber auch seine Konzentration auf das Arbeiten mit der Linie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Asiatische Kunst<\/h2>\n\n\n\n<p>Sie, die Linie, steht gleichfalls im Zentrum des Schaffens von Nam Tchun Mos, das un\u00fcbersehbar geistverwandt ist den nichtgegenst\u00e4ndlich, dazu \u00fcberwiegend monochrom arbeitenden koreanischen K\u00fcnstlern, die sich in den 1970er Jahren zu einer losen, \u201eDansaekhwa\u201c genannten Gruppierung formierten. Auch Nam Tchun Mo, 1961 in Daegu geboren, arbeitet ausschlie\u00dflich nichtgegenst\u00e4ndlich und regelrecht geizig mit Materialien und Farben. Am Anfang stehen von der Linie lebende Zeichnungen; seit einigen Jahren konzentriert sich der K\u00fcnstler zunehmend auf den Versuch, der Linie r\u00e4umliche Gestalt zu verleihen, in installativen Wand- oder Bodenobjekten.<br> Die eingesetzten Mittel bleiben einfach, hauchd\u00fcnnes Leinen, das mit Kunstharz getr\u00e4nkt und \u00fcber Holzleisten, -f\u00e4sser oder -st\u00e4mme Form gewinnt, die schwarze Linien noch akzentuieren. Das wirkt, trotz der beeindruckenden Dimensionen der Objekte, teilweise \u00e4u\u00dferst fragil. Dem entspricht, wenn Nam Tchun Mo sagt, er wolle mit seinen Arbeiten einem zarten Duft Gestalt verleihen, dessen Fl\u00fcchtigkeit er mit der Transparenz seiner Farben zu erfassen versuche. Mit Kunstwerken, die Bild und Skulptur, fl\u00e4chig und r\u00e4umlich sind, \u201eGestures in Space\u201c, so auch der Titel der Ausstellung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Internationaler Vorreiter<\/h2>\n\n\n\n<p>Sie dokumentiert, wie zahlreiche Ausstellungen der letzten zwei Jahrzehnte, dass sich das Ludwig Museum zeitgem\u00e4\u00df eher global ausgerichtet hat. Ein Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms liegt dabei auf der zeitgen\u00f6ssischen Kunst Asiens, besonders der Chinas. Hier, bei der Pr\u00e4sentation der Werke aktueller chinesischer K\u00fcnstler*innen, war das Museum im Deutschherrenhaus auch international einer der Vorreiter.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Mehr zum Museum und zu den Ausstellungen <a href=\"https:\/\/www.ludwigmuseum.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"finden Sie hier. (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">finden Sie hier.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bildquelle: Lieselotte Sauer-Kaulbach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch das ist ein kultureller Pluspunkt f\u00fcr Andernach: Es liegt mittendrin zwischen Bonn und Koblenz und kann so gleich eine ganze Auswahl an schnell erreichbaren Museen bieten. 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